Sollte ich beim Recording mit Klick aufnehmen?
Kurzantwort
In vielen Fällen ja. Ein Klick sorgt für ein stabiles Tempo und erleichtert später Editing, Overdubs und weitere Produktionsschritte. Trotzdem sollte eine Aufnahme nicht steril wirken – kleine natürliche Schwankungen können je nach Musikstil durchaus gewollt sein.
Ausführliche Antwort
Gerade bei modernen Rock- und Metalproduktionen wird häufig mit Klick aufgenommen. Dadurch haben alle Musiker eine klare zeitliche Orientierung und einzelne Instrumente können nacheinander aufgenommen werden, ohne dass das Timing auseinanderläuft.
Ein konstantes Tempo erleichtert außerdem spätere Bearbeitungen. Gitarren können präziser gedoppelt, einzelne Takes zusammengeschnitten und zusätzliche Instrumente oder elektronische Elemente problemlos ergänzt werden.
Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Song zwangsläufig ein durchgehend identisches Tempo benötigt. Bei manchen Produktionen können bewusst gesetzte Tempoänderungen dafür sorgen, dass beispielsweise ein Refrain größer oder ein ruhiger Part emotionaler wirkt.
In solchen Fällen kann bereits vor dem Recording eine sogenannte Tempo-Map erstellt werden. Der Klick folgt dann den gewünschten Tempoänderungen des Songs.
Entscheidend ist also nicht, möglichst starr zum Metronom zu spielen, sondern ein stabiles Timing zu schaffen, das die Musik unterstützt.
Tipps aus der Praxis
Wenn du noch nicht regelmäßig mit Klick spielst, übe deine Songs bereits einige Wochen vor der Recording-Session mit Metronom. Das spart im Studio enorm viel Zeit.